1) Der Limes Weg in Limone sul Garda: Zum Teufelscuèn und Traversolepass-Limes Weg

-Anstrengender Tagesmarsch, wir empfehlen frühzeit zu starten

-Start und Ankunft an der Locanda Milanesa in ca. 100 Höhenmetern bis über 1444 Höhenmeter zum  Traversole-Pass.

-Folgende Wege sind zu benutzen: Nr. 101, Nr 124, Nr.102, Nr.128, Nr. 421

Man startet an der Bar Milanesa (am Ende der Via Caldogno), wo man kostenlos parken kann auf dem Weg Nr. 101 ca. eine ½ Stunde immer hinauf,  an der Quelle Acqua del Singol, die eine erste Erfrischung bietet, vorbei bis zur Abzweigung des Weges 124 in Richtung Corna Vecchia (Altes Horn). Dieser Weg ist Inbegriff der rauhen Schönheit und Wildheit der Berglandschaft oberhalb Limones und ist durch zahlreiche steile aber auch einige flache Passagen mit vielen kleinen Bachläufen, Wasserfällen,Quellen, Kalkbrennstellen, Felsgüberhängen,  mit herrlichen Ausblicken gekennzeichnet. Am Anfang dieses Weges Nr. 124 zur rechten sieht man den Fluss Faìgole der uns für ungefähr 20 Minuten begleitet und ein wahres Reich der Salamander ist. Man wandert auf diesem Weg  für ca. 3.30 Stunden hinauf bis man auf den von Dalco herkommenden Weg Nr. 102 trifft. An der ersten Kehre dieses Weges 124 befand sich bis in die fünfziger Jahre eine Seilschwebebahn, von der 2 alte Eisenstücke übrig geblieben sind, um in der Erntezeit das Heu, das Kleinholz und Futter für die Tiere in Limone ins Tal zu transportieren. Der Weg  geht weiter und überquert nach  einigen Minuten  den von links kommenden Bach namens Vallone, der von der sich oberhalb befindenden Quelle Pegol gespeist wird.  Oberhalb von diesem Punkt ist eine alte Kalkbrennerei, deren Mauerreste noch gut erhalten sind. Man muss seitlich am Bach Valone ca. 50 m hinauf gehen, dann aber wieder zurückkommen. Wir setzen unseren Weg 124 fort, der sich mal links mal rechts entlang des Flusses Faìgole emporschlängelt und kommen nach 30 Minuten auf eine Bergwiese (Faigole basse), die heute mit Kastanienbäumen bewachsen ist. Man erreicht diese Stelle über einen alten, seiner Zeit sehr frequentierten Eselspfad,  der an den Mauerüberresten  zur Befestigung des Weges  erkennbar ist. Hier kann man zahlreiche Steinböcke und Mufflons beobachten. Der Weg passiert  einige kleine aber sehr eindrucksvolle Wasserfällen, bis wir auf die Bergwiese stossen. Nach einer kurzen Steigung kommen wir auf ein flacheres Wegstück, wo wir eine weitere Quelle (Faìgole) entdecken können, die unseren Pfad kreuzt und damals von grosser Wichtigkeit war, da sie Wasser an einem strategischen Punkt spendete. Es geht weiter hoch bis zum Meegipfel, der die charakteristische Form zweier Hundezähne hat und als Orientierungspunkt dient. Dieses ganze Gebiet oberhalb dieses Punktes wird Mee genannt, nach dem Felsüberhang (Cuèn) in der die Bergbauern Zuflucht suchten und der die Umgebung charakterisiert. Nach 3 Minuten Wegmarsch sehen wir rechts unterhalb einen seltsamen runden Platz mit einer Pinie (Aial genannt), auf dem früher eine Köhlerhütte stand. Hier wurde bis in die fünfziger Jahre Holzkohle produziert. Wir steigen weiter hoch und kommen nach ca. 20 Minuten in das Gebiet das Pià dele Capele heisst. Dort überqueren wir eine weitere Quelle. Wir müssen uns hier links halten, da der Weg  nicht leicht erkennbar ist und weiter hoch steigen bis zu einem weiteren Köhlerhüttenplatz (Aial del Belo). Achtung- kurz vor diesem Platz biegen wir links ab, nach ca 10 m gleich wieder rechts und kommen an einigen Felsüberhängen vorbei- das Tal der Cuèn -bis wir nach ca. 30 Minuten  den beeindruckenden Teufelscuèn erreichen. Hier gönnen wir uns eine Pause. Man geht jetzt rechts an dem Felsüberhang entlang,  überqueren eine gleichnamige Quelle und steigen hoch nach ca.10 Minuten sieht man oberhalb ab einem bestimmten Punkt das Corna Vecchia -ein imposantes Steinhorn-in einiger Entfernug und nur an dieser Wegstelle sichtbar! Wir gehen weiter und erreichen nach ca. 40 Minuten  den neuen Weg Nr.102. Hier biegen wiegen wir rechts ab. Der Weg schlängelt sich um den Berg  (Tregadone Grande) und geht dann hinunter in ein Tal. Wir sind jetzt in der Umgebung von Tremosine. Von hier haben wir einen neuen Weg-den Limes Weg- angelegt, der genau auf der Grenze zwischen Lombardei und Trentino verläuft und früher (bis 1915) sogar die Grenze zum Österreichisch-Ungarischen Reich darstellte. Am Anfang geht der Weg mal steil hinauf, mal steil hinab und wir kommen an einer Berghütte vorbei. Der Weg verläuft immer genau auf dem Bergrücken des Traversole in 1445 Metern und man geniesst ein herrliches Panorama in alle Richtungen, bei guter Sicht sogar bis in die Schweizer Alpen. Nach ca. 30 min. erreicht man eine Bergwiese mit einer verfallenen Hütte, hier kann man den Weg 103 benutzen (Val dei Bosch) um zurück nach Limone zu gehen. Unser Limes Weg geht jedoch weiter bis wir den gesamten Bergrücken passiert haben und auf die Strasse 421 stossen und rechts in Richtung Baita Segala abbiegen. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir die Berghütte und gönnen uns eine ausgiebige Pause, bevor wir den Rückweg über den Weg 104, der direkt in westlicher Richtung am Fusse der Hütte beginnt, antreten.

 

2) Die Erkundung des Gebirges und seiner Quellen oberhalb von Limone

I ° Rundweg

Zur Quelle Dàlch

Weg Nr. 123, 109, 110, 112 ( ca. 6  Stunden)

 

 

Ausganspunkt ist die Lokalität Campaldo ganz in der Nähe vom Missionarszentrum Comboni, wo man auch parken kann. Die erste Quelle befindet sich direkt dort (Campaldo-Quelle mit Brunnen neben dem alten Haus). Von dort hinter der Bar startet der Wanderweg 123 Richtung Dàlch. Auf halber Strecke befindet sich die Quelle Gerù, welche linker Hand aus dem Talrändern des Pöratals strömt. An der Wegkreuzung 109 (siehe Nummer auf der Wanderkarte 109 entspricht der Tappeiner Gardasee-Wanderkarte N° 268), geht es weiter in Richtung Degà. In der Nähe der alten Kalkgrube auf dem Weg, der die Lokalität Fornaci mit dem Pöra-Tal verbindet, befindet sich die Pöra-Quelle. Von dort geht es weiter auf dem Wanderweg 110 in Richtung Dalcowiesen. Hinter den beiden alten Häusern nach ca. 40 Metern geht ein kleiner Pfad rechts herunter. Nach ca. 300 Metern erreicht man die Dalco-Quelle. Diese Quelle, die unter einem grossen Felsblock entspringt und durch grosse Hagebuchen gesäumt ist, teilt sich später in zwei Brunnen, die auch heute noch von den Jägern zum Tränken der Hunde benutzt werden. Man muss auf den Wanderweg 110 zurückkehren und in Richtung Dalcowiesen gehen, wo der Wanderweg 112 in Richtung Limone zurückführt. Auf diesem Weg befindet sich die Tesöl-Quelle, die damals der Limonaienbewässerung des Comboniani Zentrums diente und heute dessen Wasserhaus speist.

 

 

3) ERKUNDUNG  DES GEBIRGES UND DER QUELLEN

II° Rundweg

Die Fö Granc-Quelle

Wege Nr. 101; 120; 104; 421; 120; 101 (1 Tag)

 

Start ist an der Milanesa, wo es früher auch  eine Forellenzucht gab.  Gleich am Beginn des Wanderwegs 101 oberhalb der Milanesa treffen wir auf ein altes Haus mit Namen Erminia, welches den Erminia-Brunnen beherbergt. Das Haus erinnert mit seinem Namen an Erminia Carattoni, die Mutter  von Eugenio Comboni, der im Jahr 1898 der Gemeinde von Limone das Wasserhaus schenkte und welches kürzlich im Zuge der Privatisierung in den Besitz der Spa Gardauno Gesellschaft übergegangen ist.

Weiter auf dem Weg 101 wandernd kommen wir an die Singol-Quelle, die in einen kleinen Steinbrunnen am Wegesrand eingefasst ist. Etwas weiter sieht man links oberhalb von den Ufern des Limone Flusses die Fusina-Quelle aus dem Gestein rinnen. Vor gar nicht langer Zeit kletterten dort die Kinder von Limone hinauf, um in den Bergen Schafe und Ziege zu hüten, heutzutage ein unvorstellbarer Gedanke, zumal diese Gegend sehr schwer zu erreichen ist und nur noch von geübten Bergsteigern zu bewältigen ist.

Am Ende des Wanderwegs 101, beginnt der Weg 120 und man kommt in die Gegend mit Namen Prè, wo wir eine weitere Quelle oberhalb der verlassenen Hütte Dalò ausfindig machen können. Der kleine Bach fliesst über unseren Bergweg und rinnt in Richtung Tal (Pala dei Salc). Wir kehren ein Stück zurück und beschreiten den Weg 117 und später links den Weg  104  in Richtung Berghütte Segala (1200 m), wo wir eine schöne Rast mit herrlichem Blick einlegen können. Der Abstieg geht in Richtung Nota-Pass auf Bergweg 421, der nach ca. 300 Metern an die Fortì-Quelle führt, die neben einem kleinen Gebäude mit Bänken und Tischen ein lohnenswertes Ziel bietet.Wir gehen diesen Weg weiter bis wir auf den Wanderweg 120, der sich links auftut, stossen. Auf diesem Weg 120 kommen wir an die Val Piana-Quelle von der behauptet wird, dass  eine Verbindung zum Ledro-See existiert, da ihr Wasserstand mit dem des Ledro-Sees korrispondiert. Später kommen wir an einer Wegkreuzung rechter Hand vorbei  an die Fö granc-Quelle, welche die Quelle des Limone Flusses ist, der in der Mitte des Ortes herab strömtt, dort San Giovanni Fluss heisst und in den Gardasee mündet. Sein Wasser gilt als besonders gut, da in seinem Verlauf viele weitere Bäche zufliessen und daher speist er auch das Wasserwerk von Limone. Entlang des Baches der Fö granc-Quelle mit seinem angenehmen Rauschen und einigen wunderbaren Wasserfällen kommen wir wieder über den Weg Pala del Fiüm dei Salc’ nach Limone zurück.

 

 

4) AUF DEN SPUREN DER GESCHICHTE: Rundweg von Muslone nach Piovere

 

Wir starten vom Hotel Riviera in Limone und fahren Richtung Gargnano. An der ersten Kreuzung in Gargnano fahren wir rechts hinauf nach  Muslone, einem kleinen Ortsteil  Gargnanos, der uns an der gewaltigen Felswand nördlichen oberhalb von Gargnano wie angehängt erscheint. Obwohl dieser Ort nur wenige Häuser zählt, besitzt er doch eine Geschichte, die ins Mittelalter zurückreicht und als selbständiger Ort zum Protektorat der Familie Visconti zählte.

Wir parken das Auto direkt links unterhalb der Kirche. Der Blick vom kleinen Kirchplatz ist  herrlich und wir sehen südlich die Bergspitzen vom Monte Castello, Monte Pizzocolo und Monte Comer. Ein Gang durch die Gassen des kleinen Örtchens ist lohnenswert und voller kleiner Überraschungen. Vom Kirchplatz biegen wir unter dem Gewölbe eines Hauses in einen Weg in Richtung Nordost ein. Wir gehen einige Meter durch Felder immer der weiss-roten Beschilderung folgend (Nr. 265-BVG), bis wir nach einigen 100 Metern an eine Kreuzung kommen. Wir gehen hier auf dem Weg Nr. 263 (Loc. Piazza-Gargnanno) weiter, der uns in ein Waldstück mit  typischen Steineichen führt, die auch  durch das mediterrane Klima dieser Region im Winter grüne Blätter behalten und hier zu besonderer Grösse und Pracht heranwachsen.

Hinter diesem Waldstück, nunmehr 200 Meter abwärts, erreichen wir einen Olivenhain und vereinen uns mit einem Weg der von unten kommt. Wir treffen hier auf ein restauriertes Rustico, hoch und schmal, eine frühere Mühle und bleiben immer auf dem Weg 263 in Richtung Piovere. Wir passieren den Olivenhain, der Boden ist sehr trocken, aber garantiert eine gute Qualität des Öls, zumal es von der Genossenschaft in Gargnano streng biologischen Gesichtspunkten produziert wird. Nach ca. 30 Minuten kommen wir in den kleinen Ort Piovere der sich von weitem durch den Kirchturm des S. Marco Kirchleins ankündigt. Die Reste einer alten Limonaia lassen uns den Anbau von Zitronen am Fusse der Felsen erahnen. Von Mauern gesäumt betreten wir das pittoreske Dörfchen. Wir biegen nach rechts und gelangen auf den kleinen Kirchplatz wo wir ein wunderbares Panorama über den Monte Baldo und den gesamten See geniessen. Wir sind etwa 1.20 Stunde unterwegs, haben die Hälfte unseres Weges hinter uns gebracht und gönnen uns hier eine verdiente Pause.

Für den Rückweg kehren wir auf unseren Weg für einige 100 Meter zurück. Die letzten Häuser von Piovere hinter uns gelassen, biegen wir an der ersten Wegkreuzung auf den Weg 265, ein alter Eselspfad in Richtung Muslone-BVG rechts ab. Dieser Feldweg verläuft parallel zum Hinweg und ist durch viele kleine Olivenhaine, die auf Mauerterassen angelegt wurden gekennzeichnet, die zum Teil bis heute trotz des grossen Aufwands erstaunlich gut gepflegt warden. Unser Weg verläuft stetig mit wunderbarem Blick über den See und braucht keinen Vergleich mit dem berühmten  5 Terre-Panorama  in Ligurien zu scheuen. In der Tat ist unser Weg sehr abwechslungsreich. Wir verlassen jetzt die Olivenhaine und überqueren ein breites Geröllfeld namens Ravere, das durch den Monte Rochetta entsteht und sich direkt bis in den See zu verlieren scheint. Wir überqueren es an verschiedenen Stellen um nun in einem schattigen Tal hinauf zu den Kastanienhainen (Marunere), einer weiteren Einkommensquelle der Bergbauern dieser Region zu steigen. Hier weiden einige Pferde und Esel und nun gelangen wir an die frühere Wegkreuzung Nr. 263. Auf den Feldern am Ortsrand werden bis heute Rüben und Kastanien angebaut, eine wichtige Einkommensquelle früherer Generationen. Unser Weg neigt sich zum Ziel, wir haben ein anderes Zeitgefühl bekommen. Diese Wege waren früher die naheliegende schnellsteVerbindung zwischen den oberhalb und unterhalb liegenden Ortschaften, wenn man die Beschaffenheit dieser Berglandschaft betrachtet die eigentliche antike Gardesana, zumal auf diesen Wegen schon die Ritter und nachweislich sogar die alten Römer pilgerten.

 

4 wanderwege zum unbedingt entdecken

wanderwege von Limone Gardasee
ein Bild von paolo Savegnago

 

Limone mit Gardasse schoene Bild von Passo Nota

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