Muslone

Wanderung von Tremosine bis nach Pieve und die Schauderterrasse.

 

Erzählungen von Ghita Beltrami

 

Wanderung von Tremosine bis nach Pieve und die Schauderterrasse. Den Ausflug nach Tremosine kann man auch mit dem Auto machen, er ist nicht sehr zeitaufwendig, gilt aber als eine wichtige Etappe, wenn man in Limone im Hotel Riviera bei der Familie Rondella auf Urlaub ist. Marco aus der Rezeption erklärt mir, dass sich ein bewölkter Morgen wie dieser mit klarer Sicht (die Vorhersagen versprechen eine Wetterbesserung am Nachmittag) anbietet, um den Tremosine-Ausflug zu unternehmen.  Also, von hier aus gehen Sie bis zum Stoppschild zurück. Dann fahren Sie rechts rauf und dann befinden Sie sich bereits auf der Straße nach Tremosine. Es gibt eigentlich kein Dorf, das Tremosine heißt, sondern viele kleine Ortschaften schließen sich unter diesem Namen zusammen. Bergaufwärts heißt das erste Dorf Bazzanega, dann Ustecchio das bis nach Voltino reicht und dann kommt man nach Vesio. Von Vesio aus fährt man bergab nach Pieve, hier sollten Sie etwas länger verweilen. Wenn Sie das Auto geparkt haben, lohnt sich eine Besichtigung der San Giovanni Kirche. Diese Kirche in Pieve di Tremosine befindet sich direkt in der Altstadt des steil über den See  gelegenen kleinen Doerfleins. Die erste christliche Kapelle in Tremosine stammt aus dem VIII-IX Jahrhundert und wurde auf einer antiken Kultstätte, die der Berggottheit Bergimus der Brescianischen Cenomanen geweiht war, errichtet. Um das Jahr 1000 erreichte die Kirche den Status "Pieve“, eine Kirchengemeinde also, d.h. "ein wichtiges, großes, an Renditen reiches Zentrum“. Die alte Kapelle war dafür nicht mehr groß genug und man beschloss sich zum Bau eines Gotteshauses zu Ehren der Muttergottes im römischen Stil, deren Apsis dem Sonnenaufgang zugewendet ist; Der heutige Kirchturm stammt aus eben diesem Zeitraum. Um 1570 wird die alte Pfarrei zerstört um Platz für eine neue Kirche zu schaffen, die im Jahr 1633 den Namen San Giovanni Battista trägt (Hl. Johannes der Täufer) trägt. Es handelt sich um ein sehr üppiges Gebäude: ein prachtvoller Hauptaltar, 6 weitere Seitenaltäre und die schmuckvollen Muranoglas-Leuchter aus dem Jahr 1956. Weitere Beispiele: Die vom aus Verona stammenden Maler Francesco Barbieri gestaltete Altartafel des Presbyteriums aus dem Jahr 1687, auf welcher der Hl. Johannes dargestellt ist. Im Jahre 1702 war Domenico Corbarelli mit der Verzierung des Marmoraltars beauftragt. Giacomo Luchini schnitze zw. 1700 und 1729 den Chor über dem Hauptaltar, die Bank und die Sitzbänke der Sakristeien. Die Orgel aus dem Jahr 1835 ist Werk des Kapuzinermönchs Damiano Damiani (1771-1842) der insgesamt 127 Orgeln baute. Dazu zählen die Orgeln in Limone, Gargnano und Sasso di Toscolano-Maderno. Diese Informationen können sie im Buch "Le Chiese Tremosinesi“ ("Die Kirchen von Tremosine“) von Don Gabriele Scalmana weiter vertiefen (Herausgeber: Bibliothek Tremosine, 2006). Nach so viel Kultur brauchen Sie bestimmt erst mal einen Cappuccino, nehmen Sie das Auto und fahren Sie weiter auf der Straße nach Tignale bis zum Hotel Paradiso. Hier gelangt man auf die bekannte "Schauderterrasse“. Es mag sich zwar um ein Privatgelände handeln, die Gastgeber sind jedoch trotzdem freundlich und um auf die Terrasse zu kommen, reicht es aus sich hinzusetzen und etwas zum Trinken zu bestellen.  Von hier aus, abgesehen vom Kirchplatz von Pieve unterhalb der steil über den See entlang verlaufenden Straße, kann man die Schlucht bewundern, in der wir auf unserem Rückweg absteigen werden. Nach unserer Pause fahren wir zurück nach Pieve und von dort aus weiter bis nach Campione oder Salò. Die Straße führt durch ein enges Tal: ein Ingenieurgeniestreich mit vielen Brücken und Atem beraubenden Tunnels die sich durch die Canyons des Brasatal schlängeln. Dieser Straße wurde 2013 anlässlich ihres 100jährigen Bestehens seit der Eröffnung 1913 das Buch "Die Straße steil über dem Garda“ im Auftrag der Gemeinde Tremosine gewidmet (Herausgeber: Fondazione Negri Stiftung). Im Lesesaal der Familie Rodella können Sie gern ein wenig in diesem Buch schmökern. Es durchzublättern lohnt sich schon allein wegen der historischen Fotografien aus dem Negri-Archiv  und der schönen Postkarten aus der Sammlung des Prof. Domenico Fava. Auf der Straße „Gardesana“ bei Porto Tremosine können Sie links wieder nach Limone zurückfahren. Die Sonne scheint jetzt warm auf den See, warum nicht zurück ins Hotel um ein wenig den Touristen raushängen zu lassen? Ich hätte so richtig Lust auf einen gemischten Salat vom abwechlsungsreichen Buffet der Villa Serena oder vielleicht doch eines dieser leckern Omelettes von Livio?

 

 

 

 

 

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